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02.09.2020, Lüdenscheid

Seniorenzentrum Hellersen feiert 25-jähriges Jubiläum

Ein besonderes Jubiläum in einer besonderen Zeit: In diesem Jahr feiert das Senioren- und Pflegezentrum Hellersen am Klinikum Lüdenscheid sein 25-jähriges Bestehen. Ein Anlass, den die Einrichtung eigentlich mitsamt Mitarbeitern, Bewohnern und Angehörigen groß feiern wollte - doch dann kam Corona dazwischen. Bisher ist das Pflegezentrum jedoch gut durch diese Krise gekommen und blickt auch sonst auf eine erfolgreiche 25-jährige Geschichte zurück.  

Das Seniorenzentrum Hellersen besteht seit 1995 und ist seit Mai 2010 in einem Neubau auf dem Gelände des Klinikums Lüdenscheid untergebracht. Vor dem Umzug war das Seniorenheim in Haus 4 des Klinikgeländes einquartiert, welches heute die Kinder- und Jugendpsychiatrie beherbergt. "Es war klar, dass eine Pflegeeinrichtung in unmittelbarer Nähe zum Klinikum Lüdenscheid absolut Sinn macht. Denn dadurch ist im Notfall eine Versorgung in direkter Reichweite möglich", erzählt Matthias Germer, Geschäftsführer der Märkischen Seniorenzentren GmbH , der schon vor 25 Jahren die Errichtung des Pflegeheims als Prokurist verantwortlich leitete. "Außerdem profitieren die Bewohner von der engen Vernetzung vor Ort mit weiteren Angeboten. Zum Beispiel kommen die Therapeuten der benachbarten Reha-Klinik täglich ins Haus, um Bewohner zu mobilisieren."

Neubau ohne Krankenhaus-Ambiente


Irgendwann waren die Betten in Haus 4 aber nicht mehr ausreichend und der Unterbringungsstandard nicht mehr zeitgemäß. "Mit dem Neubau vor zehn Jahren wollten wir unseren Bewohnerinnen und Bewohnern so viel Normalität und Komfort, wie möglich bieten und vor allem eines - kein Krankenhaus-Ambiente", erinnert sich Matthias Germer, Geschäftsführer der Märkischen Seniorenzentren GmbH. Dafür sorgen großzügige Aufenthaltszonen innen und außen, sonnige Balkone und Innenhöfe sowie überschaubare Wohngruppen mit eigener Küche auf zwei Wohnebenen. Die Einrichtung mit vier verbundenen Häusern, die sich um drei Innenhöfe gruppieren, verfügt über 80 Plätze in Dauer- und Kurzzeitpflege, und zwar ausschließlich in Einzelzimmern. "Die Entscheidung für das Baukonzept mit 100 Prozent Einzelzimmern war mutig und auch ein großer finanzieller Aufwand, der sich aber bewährt hat. Denn so können wir den Bewohnern einen höheren Qualitätsstandard bieten", erzählt Germer. Mit dem Neubau wurden die Voraussetzungen geschaffen, eine zeitgemäße professionelle Pflegeeinrichtung am Standort Lüdenscheid betreiben zu können, in der Bewohner und Mitarbeiter optimale Bedingungen vorfinden. Die Investition von etwa 6,5 Millionen Euro für den Neubau hat sich ausgezahlt. "Innerhalb weniger Wochen, war das neue Seniorenzentrum voll ausgelastet - und das ist bis heute so geblieben."

Mehrfach ausgezeichnet

Alle drei stationären Altenpflegeeinrichtungen in Hellersen, Werdohl und Letmathe unterziehen sich freiwillig jährlich einer Überprüfung durch das Verbraucherportal Heimverzeichnis.de und wurden bei allen bisherigen Prüfungen mit dem sogenannten "Grünen Haken" für Verbraucherfreundlichkeit ausgezeichnet. In den Jahren 2014 und 2015 wurde das Seniorenzentrum Hellersen zudem durch das Magazin FOCUS in die Liste der TOP-Pflegeheime Deutschlands aufgenommen. "Dass sowohl Prüfer, als auch Bewohner die gute Lebensqualität in unseren Einrichtungen bestätigen, freut uns sehr und zeigt, dass wir unseren guten Qualitätsstandard halten", so Matthias Germer. "Und auch in den nächsten 25 Jahren möchten wir diesen Weg weitergehen und uns kontinuierlich weiterentwickeln." So ist auch die Digitalisierung im Seniorenzentrum eingezogen, um Mitarbeiter bei der Dokumentation zu entlasten. "Alle sind mit Smartphones ausgestattet und wir arbeiten daran, flächendeckendes W-LAN einzuführen", sagt Germer.

Mitarbeiter und Bewohner: "Eine große Familie"

Eine Mitarbeiterin ist bereits von Beginn an Teil des Senioren- und Pflegezentrums Hellersen: die heutige Einrichtungsleiterin Filiz Hamachers. Sie begann ihren beruflichen Werdegang Schülerin an der Alten- und Pflegeschule und seit 2019 lenkt sie die Geschicke des Seniorenzentrums Hellersen. Sie erinnert sich noch gut an den Umzug in den Neubau im Jahr 2010. "Das war eine riesen Aktion. Aber innerhalb von ein paar Stunden konnten wir den Umzug meistern und pünktlich mit den Bewohnern zu Mittag essen", lacht sie. Dabei sei der Neubau von Anfang an mit ganz viel Herzblut getragen worden, alle hätten tatkräftig angepackt.

"Wir, die rund 60 Mitarbeiter, und die Bewohner sind einfach eine große Familie", schmunzelt sie. "Und die Coronakrise überwinden wir zusammen." Und dafür brauchte es kreative Lösungen: "Wir haben beispielsweise Begegnungsräume geschaffen, die von außen für Besucher zugänglich waren. Auf diese Weise mussten sie nicht das Haupthaus betreten. Hier konnten sich Besucher und Bewohner- natürlich unter strenger Einhaltung der Abstandsregeln und getrennt durch eine Plexiglasscheibe - regelmäßig sehen."
Trotz Corona soll den Bewohnern ein möglichst normaler Alltagsablauf ermöglicht werden. Und auch vielfältige Betreuungs- und Beschäftigungsangebote für die Bewohner, wie Bingo oder Kinoabende, Malkurse oder gemeinsames Kochen, sorgen für Abwechslung und Freude.

"Die Qualität eines Pflegeheimes ist immer nur so gut wie seine Mitarbeiter. Es ist toll, wie sie diese herausfordernde Zeit gemeistert haben und für diesen Einsatz möchten wir uns bedanken. Denn wir haben es geschafft, bisher ohne eine einzige Infektion bei Bewohnern oder Mitarbeitern durch die Krise zu kommen. Das ist ihr Verdienst", sind sich Matthias Germer und Filiz Hamachers einig. "Es ist eine schwierige Zeit, die noch nicht zu Ende ist. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Das große Fest wird nachgeholt, sobald es wieder möglich ist", betont Matthias Germer.


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